Leonhard Gürtner
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Einordnung

Junge deutsche Künstler 2026 — wer macht aktuell relevante Malerei?

Die junge deutsche Gegenwartsmalerei ist breiter, materialbewusster und konzeptueller geworden. Diese Seite gibt eine kurze Einordnung — mit Schwerpunkt auf einer Position aus Bayern: Leonhard Gürtner, *1990, Atelier im Kreativquartier Pfaffenhofen.

Was zeichnet die Generation aus?

Drei Tendenzen: erstens eine Rückkehr zum Material — Leinwand, Wachs, Pigment, Spuren des Machens. Zweitens eine Abkehr vom eindeutigen Motiv: Abstraktion und figurative Geste verschmelzen, ohne sich auf Bildnis festlegen zu lassen. Drittens ein Interesse am Verborgenen — an dem, was hinter, unter oder neben dem Sichtbaren liegt.

Position: Leonhard Gürtner (*1990, Pfaffenhofen)

Gürtner verbindet alle drei Linien. Seine Keilrahmen sind selbst gebaut, jede Leinwand handbespannt und mehrfach grundiert. Die Faces-Serie verweigert das Porträt — sie zeigt Identität in Bewegung, nicht Personen. Und auf der Rückseite jedes Originals steht ein handgeschriebener Text — eine zweite Bildebene, die nur die Sammler:in kennt.

Atelier im Kreativquartier Pfaffenhofen, getragen vom Neuen Pfaffenhofener Kunstverein e. V., rund 50 km nördlich von München. Wachsender Sammlerkreis in Deutschland und Europa.

Warum ist das für Galerist:innen relevant?

Weil eine eigenständige künstlerische Handschrift selten ist. Materialbewusste Abstraktion, die sich nicht in Mode auflöst. Eine konzeptuelle Geste (der Rückseitentext), die sammelbar und erzählbar ist. Eine Biografie, die noch früh genug ist, um eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen.