Künstler-Manifest
Mein Manifest
Das ist, was ich über Kunst glaube. Und über das Menschsein.
Ich glaube, Kunst muss nicht laut sein, um stark zu sein.
Ich glaube an leise Wahrheiten.
An Fragmente, die nicht repariert werden müssen.
An Gefühle, die noch keinen Namen haben — nur Farben, Linien, Spannungen.
Ich glaube, dass das, was wir nicht zeigen, oft das ist, was wir am meisten tragen.
Deshalb male ich, was sich nicht sagen lässt.
Deshalb trägt jedes meiner Werke etwas auf der Rückseite — einen Satz, einen Gedanken, einen Riss in der Stille.
Ich glaube an Prozess vor Perfektion.
An Ehrlichkeit vor Politur.
An Berührung vor Trend.
Ich baue jede Leinwand von Hand.
Weil ich die Arbeit spüren will, bevor sie beginnt. Und weil manche Dinge langsam wachsen dürfen.
Ich glaube, dass echte Verbindung keine Erklärung braucht.
Wenn meine Arbeit dich erreicht — dann nicht, weil sie dir etwas sagt. Sondern weil sie zuhört.
Und ich glaube das:
Kunst muss die Welt nicht verändern.
Aber sie kann verändern, wie wir uns für einen Moment fühlen. Und das genügt.
— Leonhard Gürtner, Pfaffenhofen